Der Salten ist eine in Südtirol einmalige Kulturlandschaft.
Als Weiden genutzte Felder und intensiver genutzte Bergwiesen sind von
verstreut stehenden Lärchen durchsetzt. Die höchste Erhebung des Salten
ist die Tschaufenhöhe auf 1468 m.
Der Salten bietet viele Wege für Mountainbiker und Wanderer.
Die Berggasthöfe Locher, Wieser, Messner, Tomanegger, Langfenn,
Tschaufen, Möltner Kaser und Sattlerhütte laden zur Einkehr ein.

Die Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der im
Herbst seine Nadeln abwirft und in kahlem Zustand überwintert. Die
Nadeln der Lärche sind sehr biegsam, weich und dünn. Im Gegensatz zu den
Fichtennadeln fehlen ihnen "Schutzeinrichtungen" gegen das Erfrieren
oder Vertrocknen, wie zum Beispiel eine dicke, isolierende Wachsschicht.
An sonnigen Wintertagen bestünde deshalb für die Lärche die Gefahr der
so genannten Frosttrocknis.
Die Lärche ist ein rasch wachsender Baum aus der Familie der
Kiefern. Sie liebt Wind und viel Licht. Ihre Ansprüche an den Boden und
die Wasserversorgung sind bescheiden. Mit kräftigen, bis zu vier Meter
in den Boden wachsenden Wurzeln findet sie in den Tiefen Wasser und
verankert sich sturmfest. An einem guten Standort kann die Lärche
zwischen 30 bis 50 Meter hoch und sehr alt werden. In Ulten stehen drei
Urlärchen (siehe unsere Wanderbeschreibung dorthin), deren Alter sogar auf 2000 Jahre geschätzt wird!
Das rötliche Holz der Lärche ist härter und zäher als das
von Tanne und Fichte und sehr harzreich. Deshalb ist es als Bauholz sehr
begehrt. Es wird im Wasser- und Hausbau verwendet, besonders im
Außenbereich. Im Gebirge werden ganze Hüttendächer mit Lärchenschindeln
gedeckt. Das Holz ist äußerst witterungsbeständig, daher auch das
Sprichwort: "A Larch unterm Doch isch a ewige Soch".
Der Name der Lärche leitet sich aus dem lateinischen Begriff
"lardum" für Speck ab, womit das Harz des Baumes gemeint ist, das so
genannte Lärchenterpentin, bei uns besser bekannt als "Lörget". Von
alters her wurde das goldgelb-rote Lärchenharz gesammelt. Die Bauern
bohrten die ausgewachsenen Lärchen etwa 20 Zentimeter über dem Boden
waagrecht an. Mit einem Propfen, dem "Lärchen-Spund", verschlossen sie
das Loch sofort wieder. Ein- bis zweimal im Jahr holten sie das
angesammelte Harz mit einem Drehstab heraus. Das "Lörget" war ein
begehrtes Naturheilmittel. Die Bauern verwendeten es als Salbe, um
eingezogene Holzsplitter aus der Haut herauszuziehen, die Kühe wurden
damit gegen Rheuma behandelt. Das Harz wurde zu Terpentin verarbeitet,
mit Schweinefett vermischt diente es der Schuhimprägnierung. Noch heute
nutzt die Industrie dieses Harz zur Herstellung von Lacken und
Klebstoffen für Glas und Porzellan.
Seit dem Altertum galt die Lärche als heiliger schützender
Baum. Für die Kelten waren die Lärchen von Elfen und Waldfeen bewohnt,
die die Menschen und Tiere vor bösen Geistern beschützten. Auch bei uns
wurde die Lärche als heiliger Baum verehrt und die Menschen hingen
Christus- und Heiligenbilder an den Lärchenstämmen auf.
0039 0471 668147
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